Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bioökonomie nimmt einen herausragenden Platz in einer zukunftsorientierten Nachhaltigkeitspolitik ein. Mit der konsequenten, ressourceneffizienten und nachhaltigen Nutzung nachwachsender Bio-Rohstoffe gibt es für die Wirtschaft vielfältig nutzbare Alternativen zu fossilen Rohstoffen.

Bio-Rohstoffe dienen seit jeher der Ernährung und werden als Baustoff oder im Handwerk eingesetzt. Zunehmend kommen sie aber auch in der Industrie zum Einsatz und werden energetisch verwendet. Nicht nur Lebensmittel, auch viele Produkte unseres Alltags, von der Plastikflasche bis zu Autoteilen, werden mittlerweile aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Unsere Land- und Forstwirtschaft erzeugt die dafür notwendigen Rohstoffe.

Die globalen Stoffströme der Bioökonomie sind komplex. Sie fließen nicht isoliert, sondern bilden ein weitverzweigtes Netz kommunizierender Röhren. Verändert sich ein Stoffstrom, kann dies angesichts knapper weltweiter nutzbarer Wald- und Agrarflächen Auswirkungen auf die anderen haben. Diesen Herausforderungen muss eine nachhaltige Bioökonomie Rechnung tragen, um die Energiewende erfolgreich fortzuführen, unserer Wirtschaft sicher mit Rohstoffen zu versorgen, zum Klima- und Naturschutz beizutragen sowie nicht zuletzt um unserer Verantwortung nachzukommen, eine stetig wachsende Weltbevölkerung mit ausreichender und gesunder Nahrung zu versorgen.

Die zentralen Fragen lauten:

  • Inwieweit ist die Bioökonomie eine Alternative zur fossilen Wirtschaft?
  • Wie können wir die Potenziale der Bioökonomie auch im globalen Maßstab nutzen und weiter ausbauen?
  • Wie schließen wir aus, dass die zunehmende stoffliche und energetische Verwendung von Biomasse negative Auswirkungen auf die Ernährungssicherung hat?
  • Wie können wir den Schutz der natürlichen Ressourcen, des Klimas sowie der Biodiversität beim Ausbau der Bioökonomie gewährleisten?

Auf der Konferenz "Bioökonomie – Nachhaltige Alternative zur fossilen Wirtschaft?" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft diskutieren diese Fragen internationale Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam mit der Politik und dem Publikum. Es sollen die Chancen und auch die Risiken der Bioökonomie als zunehmend wichtiger Teil der globalen Wirtschaft sichtbar gemacht werden und Lösungen für eine nachhaltige Bioökonomie diskutiert werden.

Ihr
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft